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Wissenswertes über Krakau

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Entdecken Sie die Schönheit der königlichen Stadt Krakau, vertiefen Sie sich in ihrer Geschichte und stöbern Sie durch die Angebote weiterer mit der deutschen Kultur verbundenen Institutionen in Krakau. Auch im weiteren Umkreis lassen sich eine Vielzahl kultureller Highlights finden, die Sie über die Tourismusverbände in Kleinpolen, Heiligkreuz und Vorkarpaten aufrufen können. Dass diese Auswahl keinesfalls abschließend ist, versteht sich von selbst!

Krakau

Entdecken Sie die Schönheit der königlichen Stadt Krakau, vertiefen Sie sich in ihrer Geschichte und stöbern Sie durch die Angebote weiterer mit der deutschen Kultur verbundenen Institutionen in Krakau. Auch im weiteren Umkreis lassen sich eine Vielzahl kultureller Highlights finden, die Sie über die Tourismusverbände in Kleinpolen, Heiligkreuz und Vorkarpaten aufrufen können. Dass diese Auswahl keinesfalls abschließend ist, versteht sich von selbst!

Krakau, die ehemalige Hauptstadt Polens an der Weichsel, liegt im südlichen Teil des Landes, dem sog. Kleinpolen und zählt rund 800.000 Einwohner.

Aufgrund ihrer Stellung als ehemalige Residenzstadt der polnischen Könige und als Bestattungsort bedeutender Persönlichkeiten in der Kathedrale auf dem Wawel, hat Krakau eine besondere nationale Bedeutung. Jahrhundertelang war es kulturelles, geistiges und wissenschaftliches Zentrum Polens.

Da die Stadt im Zweiten Weltkrieg nahezu unzerstört blieb, konnte sie sich das Antlitz jener glanzvollen Epochen bewahren, als sie Hauptstadt eines Reiches war, das von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer reichte. Die Stadt wurde zum ersten Mal im Jahre 965 als wichtiger Handelspunkt urkundlich erwähnt. Im Jahre 1000 wurde das Bistum Krakau gegründet. Mitte des 11. Jh. kam es zur Verlegung des Machtzentrums nach Südpolen und 1038 wurde Krakau Hauptstadt des Landes, zwei Jahre später wird der Wawel offizielle Königsresidenz. Eine schnelle wirtschaftliche Entwicklung erfuhr die Stadt, als ihr im Jahre 1257 das Magdeburger Stadtrecht verliehen wurde Krakau Marienkirche Krakau Marienkirche

Seit Mitte des 13. Jh. spielte das deutsche Bürgertum über drei Jahrhunderte eine ganz wesentliche und z. T. auch entscheidende Rolle in der Stadtgeschichte, deutsch wurde vorübergehend alleinige Amtssprache. Nach anfänglichen Schwierigkeiten erwiesen sich die deutsch-polnischen Beziehungen in Krakau als durchweg friedlich und konstruktiv. 1364 gründete König Kasimir der Große die Universität Krakau, nach Prag die zweitälteste in Europa. Die Tochter Kasimirs, die polnische Thronerbin Jadwiga (dt. Hedwig) wurde mit dem litauischen Großfürsten Jagiello verheiratet, der sich nach Annahme des christlichen Glaubens fortan König Wladyslaw II. nennen durfte. Er begründete die Jagiellonen-Dynastie (1386 – 1572). Im 15. und 16. Jh. erlebte die Stadt eine Blütezeit in kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht. Ein besonderes Ereignis wurde der Krakauer Bevölkerung im Jahre 1525 geboten, als der letzte Hochmeister des Deutschen Ordens, Albrecht von Hohenzollern, von König Sigismund I. dem Alten auf dem Krakauer Marktplatz mit dem bisherigen Ordensland Preußen als Herzogtum belehnt wurde. Nach der Verlegung der Residenz durch König Sigismund III. nach Warschau (1611) verlor Krakau schnell seine politische Bedeutung.

Am 6. September 1939 wurde Krakau, das damals rund 250.000 Einwohner zählte, von deutschen Truppen besetzt und zur Hauptstadt des neu gebildeten Generalgouvernements für die besetzten polnischen Gebiete erklärt. Im März 1941 wurde die jüdische Bevölkerung in einem Ghetto, das am 14. März 1943 liquidiert wurde, zusammengepfercht. Von einstmals ca. 69.000 Krakauer Juden fanden fast 60.000 den Tod in den Konzentrationslagern Belzec, Majdanek, Auschwitz-Birkenau und in einem in der Krakauer Vorstadt Plaszow liegenden KZ. Am 18. Januar 1945 befreiten sowjetische Truppen die Stadt. Nach 1945 wurde Krakau Teil des sozialistischen, nach Westen verschobenen polnischen Staates. Durch Ansiedlung des großen Hüttenwerkes Nowa Huta vor den Toren der Stadt sollte ihr bürgerlich-konservativer Geist gebrochen werden, was jedoch nicht gelang. 1978 wurde Krakau von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und im gleichen Jahr der Krakauer Kardinal Karol Wojtyla zum Papst gewählt. Nach 1989 erhielten Kirche und Adel ihre ehemaligen Besitztümer zurück.

Krakau heute

Krakau ist der kulturelle Mittelpunkt, die „heimliche Hauptstadt“ Polens. Mit 20 Hochschulen und insgesamt über 170.000 Studenten gehört sie nach Warschau zum wichtigsten Hochschulstandort in Polen. Neben den über 100 Kirchen gibt es in der Stadt allein über 200 Cafés, mehr als 100 Kellerkneipen, 40 Museen und 125 Kunstgalerien.

Weitere Informationen

Krakau wird nicht zu Unrecht als Kulturhauptstadt Polens bezeichnet. Die Fülle und Qualität an hochwertigen Kunsterlebnissen lässt sich indes nur schwerlich fassen. Für Sie haben wir eine Liste renomierter Krakauer Institutionen zusammengestellt, die Berührungspunkte zur deutschen Kultur darstellen. Überzeugen Sie sich selbst vom reichhaltigen Kulturangebot der Stadt!

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