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Przemówienie ambasadora Rolfa Nikela z okazji 8. Polsko-Niemieckiego Forum Compliance

Artykuł

Przemówienie ambasadora Nikela wygłoszone 28 września podczas 8. Polsko-Niemieckiego Forum Compliance.

Przemówienie ambasadora Rolfa Nikela wygłoszone 28 września 2017 r. na Wydziale Prawa i Administracji Uniwersytetu Warszawskiego z okazji 8. Polsko-Niemieckiego Forum Compliance.

-obowiązuje słowo mówione-

Sehr geehrte Damen und Herren,

Zunächst einmal vielen Dank für die Einladung an das Viadrina Compliance Center an der Europa-Universität Viadrina sowie an das Institut für Compliance der Fakultät für Recht und Verwaltung der Universität Warschau für die Organisation des 8. Forums zu Fragen der Compliance. Das Forum ist zu einer wichtigen Plattform der Diskussion zu aktuellen Themen im deutsch-polnischen Wirtschaftsaustausch geworden.

In diesem Jahr widmen Sie sich gleich drei wichtigen Themen. Neben aktuellen Entwicklungen im Compliance-Bereich geht es um den Einsatz von Informationstechnik zur Stützung der Compliance-Aktivitäten der Unternehmen. Und dann ein Thema, das in verschiedenen Varianten die Diskussionen der letzten Jahre beherrscht hat – der Schutz von Whistleblowern.

Die deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen, das werden viele hier im Raum aus eigener Erfahrung bestätigen können, haben in den letzten Jahren eine sehr dynamische Entwicklung erfahren. Sie sind ein Pfeiler unserer bilateralen Beziehungen. Aber sie stehen nicht allein. Ohne das Vertrauen, das über die Jahre gewachsen ist, und ohne die vielfältigen Aktivitäten, die die Menschen auf beiden Seiten der Oder verbinden, wären sie niemals so beeindruckend gewachsen.

Wir haben im letzten Jahr die 100 Milliarden Grenze im bilateralen Handel erstmals überschritten. Auch für dieses Jahr zeichnet sich ab, dass wir „dreistellig“ bleiben. Deutsche Investitionen in Polen haben zu Schaffung zahlreicher Arbeitsplätze, zum Transfer von Know-how und Technologie und letztlich zu mehr Wohlstand in vielen Regionen Polens geführt. Gerade gestern habe ich an der Grundsteinlegung von XEOS, eines deutsch-amerikanischen Joint Venture in Sroda Slaska in Niederschlesien teilgenommen. In den kommenden Jahren wird dort ein Hochtechnologiewerk zur Wartung von Flugzeugmotoren entstehen, das hochqualifizierte Arbeitsplätze und viele Möglichkeiten für die Entstehung neuer spezialisierter Service-Unternehmen in der Region bieten wird.

Möglich sind diese und andere Investitionen, weil Polens Wirtschaft in den vergangenen Jahren eine sehr dynamische Entwicklung erlebt hat. Sie ist mittlerweile die sechstgrößte Volkswirtschaft innerhalb der Europäischen Union. Das Zukunftspotential seiner Wirtschaft hat Polen als Partnerland der Hannover Messe in diesem Jahr eindrucksvoll präsentiert. Auch das Engagement polnischen Kapitals in Deutschlandnimmt stetg zu.

Diese Dynamik führt zu einer immer engeren Verzahnung unserer beiden Volkswirtschaften. Das Interesse an einer kontinuierlichen wirtschaftlichen Entwicklung des Nachbarn ist auf beiden Seiten der Oder sehr hoch. Ebenso unser gemeinsames Interesse, den europäischen Binnenmarkt zu vollenden, von dem Deutschland und Polen in den vergangenen Jahren gleichermaßen stark profitiert haben.

Damit verbunden ist die grundsätzliche Entscheidung der EU, welchen Weg sie in der Zukunft gehen will. Sie wird sich internen und externen Herausforderungen stellen müssen. Dazu zählen vor allem globalisierte Märkte und die rasch vorangehende Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Dazu zählt auch der Umgang mit der Migration, der Kampf gegen den Klimawandel und die Auseinandersetzung mit dem internationalen Terrorismus.

Wenn Sie sich heute mit den aktuellen Herausforderungen der Compliance und deren Folgerungen für Ihre Unternehmen auseinandersetzen, dann tun Sie dies längst nicht nur im bilateralen Kontext. Sie sehen das europäische Umfeld ebenso wie die globale Entwicklungen. Sie suchen nach einem gemeinsamen Nenner. Sie definieren die Handlungsspielräume. Ähnlich wird es uns bei der Diskussion um die Zukunft der EU gehen. Hier gibt es keine nationalen Alleingänge. Das vertrauensvolle Miteinander zählt. Wir werden uns dieser Herausforderung gemeinsam stellen.

Ich wünsche dem Forum einen guten Verlauf und danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

Warszawa, 28 września 2017 r.

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