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Alumni-Fest in Warschau: Neue Formate für Partnerschaften

10.09.2021 - Artikel

„Sie bauen für uns Brücken in die polnische Gesellschaft in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik: Sie helfen uns, die polnische Gesellschaft besser zu verstehen und vermitteln ein wichtiges persönliches Deutschland-Bild.“


Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Arndt Freytag von Loringhoven, bei der Eröffnung des traditionellen deutsch-polnischen Alumni-Festes
Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Arndt Freytag von Loringhoven, bei der Eröffnung des traditionellen deutsch-polnischen Alumni-Festes© Botschaft Warschau

Mit diesen Worten begrüßte der am Donnerstag (09.09.2021) die Gäste im Garten der Botschaft in Warschau. Er betonte die Bedeutung der Partnerschaft mit den weit über tausend Alumni in Polen auch vor dem Hintergrund des 30. Jubiläums des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrages.

Die polnischen Alumni können sich fortan auch über eine neue Plattform (bei Linkedin) exklusiv untereinander und mit deutschen Stipendienorganisationen direkt austauschen. Neue regionale Formate sollen Stipendiat*innen und Alumni mit Veranstaltungen über die Region Warschau heraus erreichen.

Polen ist traditionell eines der wichtigsten Partnerländer für wissenschaftliche deutsche Stipendienprogramme. Aktuell zählt die Alexander von Humboldt-Stiftung über 1000 polnische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu ihren Alumni. Sie sind damit die fünftwichtigste Gruppe insgesamt. Beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) stehen die Pol*innen mit über 10.000 Geförderten sogar an vierter Stelle.

Darauf wies die stellvertretende Leiterin der DAAD-Außenstelle in Warschau, Katarzyna Kosylak, hin: „Als DAAD ermöglichen wir jährlich über alle Programme hinweg rund 3.800 jungen Akademikern aus allen wissenschaftlichen Fachrichtungen aus Deutschland und Polen einen kürzeren oder längeren Aufenthalt im jeweiligen Nachbarland. Die DAAD-Alumni community in Polen bildet ein sehr breites Interessens- und Wissensspektrum ab und sie hat viele Ideen, wie der deutsch-polnische Austausch weiterentwickelt werden kann. Dieses Potenzial wollen wir noch besser erfassen und nutzbar machen und laden dazu ein, sich in unsere DAAD-Alumnistrukturen in Polen einzubringen, um gemeinsam den akademischen Dialog von morgen zu gestalten.“

Für die Alumni spielt der Kontakt zur Wirtschaft eine wachsende Rolle. In einer Umfrage unter den Gästen gaben 60 Prozent an, dass sie sich mehr Kontakte zu Unternehmen wünschten. Dazu hatten sie auf dem Fest direkt Gelegenheit: Der Vorstand der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer (AHK) war prominent vertreten.

Der Vorstand der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer (AHK)
Der Vorstand der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer (AHK)© Botschaft Warschau

AHK-Vizepräsidentin Isabella Krüger Pawlowski von der METRO Group Advertising Sp. z o.o. lobte: „Über 5.000 deutsche Unternehmen sind in Polen vertreten und beschäftigen direkt über 400.000 Mitarbeiter. Neben einer guten Fachausbildung in Polen spielen für viele Investoren Themen wie die deutsche Sprache und das gegenseitige kulturelle Verständnis eine wichtige Rolle. Umgekehrt stellen wir als AHK aber auch fest, dass polnische Unternehmen – gerade auch aus dem wachsenden Segment des Mittelstands – engere Kontakte nach Deutschland suchen. Die Handelszahlen belegen das: Polen ist heute der fünftwichtigste Handelspartner Deutschlands, als Lieferant nach Deutschland sogar die Nummer vier vor Frankreich. Diese sehr gute Entwicklung lässt sich aber nur fortsetzen, wenn sich weiterhin geeignete Fachkräfte finden. Daher liegt uns als Handelskammer auch der Austausch mit den Deutschland-Alumni am Herzen.“

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