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Ordensverleihung an Herrn Piotr Wiślicki und Prof. Zbigniew Wawer

Ordensübergabe Hr. Wawer und Hr. Wislicki in der Residenz des Botschafters

Ordensübergabe Hr. Wawer und Hr. Wislicki in der Residenz des Botschafters, © Ambasada Niemiec

10.06.2020 - Artikel

Prof. Zbigniew Wawer, wurde mit dem Verdienstkreuz I. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Herr Piotr Wiślicki, wurde mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Botschafter Rolf Nikel, der in Kürze seine Mission in Warschau beendet, überreichte heute Auszeichnungen, die Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an zwei Persönlichkeiten verliehen hat, die sich in herausragender Weise um die deutsch-polnische Zusammenarbeit und Verständigung verdient gemacht haben.

Prof. Zbigniew Wawer, Direktor des Museums Łazienki Królewskie, wurde mit dem Verdienstkreuz I. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

„Bereits während Ihrer Zeit als Direktor des Museums der Polnischen Armee fand die Botschaft in Ihnen stets einen offenen und kooperativen Ansprechpartner“, sagte Botschafter Nikel in seiner Laudatio vor den anwesenden Gästen. „Als Direktor des Königlichen Łazienki-Parks haben Sie sich durch Ihre herausragende Kulturarbeit um die deutsch-polnische Verständigung verdient gemacht. Dabei haben Sie unvergessliche Momente der Begegnung zwischen Deutschen und Polen in Kunst und Musik geschaffen.“ Als Beispiele der intensiven Zusammenarbeit nannte Botschafter in seiner Laudatio die „Deutsche Saison“ – eine Mischung aus Ausstellungen, Konzerten und Kinovorführungen –, das Festival klassischer Musik unter dem Titel „Strefa Ciszy“ und das Projekt „Die Norddeutschen Realisten malen Warschau“.

Herr Piotr Wiślicki, Vorsitzender des Vereins des Jüdischen Historischen Instituts in Polen, wurde mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Zusammen mit Marian Turski hat Piotr Wiślicki viel Herzblut in die Konzeption des POLIN-Museums gesteckt, das mittlerweile zum festen Programm vieler hochrangiger deutscher Besucher in Polen gehört. Botschafter Nikel würdigte das außergewöhnliche Engagement von Piotr Wiślicki im Kampf gegen Antisemitismus und Xenophobie – Phänomene, die in vielen Ländern wieder sichtbar seien.

„An wenigen Orten ist die Last der deutschen Schuld so spürbar wie in Polen. Das habe ich als deutscher Botschafter, aber auch als Mensch tief innerlich gespürt“, sagte Rolf Nikel und unterstrich, dass die Shoa auf immer mit der jüdischen Geschichte verbunden sei, ebenso wie die deutsche Verantwortung an der Shoa auf ewig mit Deutschland verbunden sei.

In seinen Dankesworten an Piotr Wiślicki appellierte Botschafter Nikel deshalb: „Polen und Deutschland brauchen Menschen mit solch offenen Köpfen und Herzen wie Sie. Mit Ihnen können wir unser gemeinsames Europa, unsere gemeinsame Freundschaft aufbauen. Auf der Grundlage der historischen Wahrheit, die wir nie vergessen dürfen; aber auch mit Blick auf die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft.“

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