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Rede des Bundesaußenministers Heiko Maas vor seiner Reise nach Warschau

31.07.2019 - Artikel
Meine Reise nach Warschau und die Teilnahme am 75. Jahrestag des Warschauer Aufstandes ist für mich ein besonderes Zeichen des Vertrauens, für das ich der polnischen Regierung sehr dankbar bin. Mit der beinahe vollständigen Zerstörung von Warschau und dem Tod von etwa 200.000 Polen hat Deutschland bei der Niederschlagung des Warschauer Aufstandes entsetzliches Leid über seinen Nachbarn gebracht. Die Widerstandskraft und der Mut, mit dem sich Polen 1944 der deutschen Besatzung entgegengestellt hat, zeugt von einem überwältigendem Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung. Polen und insbesondere Warschau hat den Wiederaufbau nach dem Krieg aus eigener Kraft geschafft, dafür empfinde ich großen Respekt und tiefe Demut.
Heute verbindet Polen und Deutschland eine tiefe Freundschaft und Partnerschaft, wir haben uns gemeinsam sehr viel vorgenommen. Wir haben ganz konkret gemeinsam das Programm „menschen gedenken“ gegründet, bei dem deutsche und polnische Schüler gemeinsam das Schicksal von Opfern deutscher Kriegsverbrechen in Polen und von Opfern des Holocaust nachzeichnen und dokumentieren werden. Jugendliche unserer beiden Länder sollen sich dadurch gegenseitig noch besser kennen lernen, damit die deutsch-polnische Freundschaft mit einer wachen Erinnerung auch in Zukunft weiter wachsen kann.
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