Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Pressekonferenz zum Deutsch-Polnischen Wirtschaftsforum

Pressekonferenz zum Deutsch-Polnischen Wirtschaftsforum im Ministerium für Unternehmertum und Technologie: Ministerin Emilewicz und Botschafter Nikel

Pressekonferenz zum Deutsch-Polnischen Wirtschaftsforum im Ministerium für Unternehmertum und Technologie: Ministerin Emilewicz und Botschafter Nikel, © Botschaft Warschau

07.03.2019 - Artikel

Deutsch-Polnisches Wirtschaftsforum am 18. März 2019 in Berlin – Ministerin Emilewicz und Botschafter Nikel sehen weiteres Potenzial für bilaterale Wirtschaftsbeziehungen

Bei einer Pressekonferenz im Ministerium für Unternehmertum und Technologie informierten Ministerin Emilewicz und Botschafter Nikel über das Deutsch-Polnische Wirtschaftsforum, das am 18. März 2019 im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Berlin stattfinden wird. Ministerin Emilewicz und Bundesminister Altmaier werden die Veranstaltung, für die sich bereits zahlreiche Unternehmen aus beiden Ländern angemeldet haben, gemeinsam eröffnen.

Ministerin Emilewicz und Botschafter Nikel würdigten die jetzt schon ausgezeichneten bilateralen Handels- und Investitionsbeziehungen als eine der tragenden Säulen der polnisch-deutschen Beziehungen. Auch 2018 brachte, wie die Vorjahre, einen erneuten Rekord im bilateralen Handel. Deutschland ist seit vielen Jahren der mit Abstand wichtigste Außenhandelspartner POLs. So gehen ca. 30% der polnischen Exporte nach DEU. Aber auch Polen wird als Außenhandelspartner DEUs immer wichtiger und liegt, zusammen mit Großbritannien, derzeit auf Platz sechs. Ministerin Emilewicz zeigte sich optimistisch, dass Polen in naher Zukunft Italien überholen und in die „Top 5“ der deutschen Außenhandelspartner aufsteigen werde.

Bei den Investitionsbeziehungen zeigt sich ein ähnliches Bild: deutsche Unternehmen gehören mit aggregiert knapp 35 Mrd. Euro zu den wichtigsten Auslandsinvestoren in Polen. Viele davon sind in Zukunftsbranchen aktiv – etwa Mercedes-Benz mit seiner jüngsten Ankündigung, in Jawór (Südostpolen) ein Batteriewerk zu errichten. Aber auch polnische Unternehmen engagieren sich immer stärker auf deutschen Märkten.

Trotzdem gibt es nach Ansicht von Ministerin Emilewicz und Botschafter Nikel weiteres Potenzial für die deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen, insbesondere im Hinblick auf Wirtschaftssektoren und Technologien, die für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung und den Wohlstand DEUs, POLs und der EU als ganzer von entscheidender Bedeutung sein werden. Gerade darum, dieses Potenzial zu entwickeln, wird es bei dem Wirtschaftsforum am 18. März gehen.

Die Themen, die bei dem Forum in unterschiedlichen Formaten behandelt werden, sprechen dabei, wie Ministerin Emilewicz und Botschafter Nikel sagten, für sich: es wird z.B. gehen um Fragen der Raumfahrt; um Entwicklungs- und Kooperationsmöglichkeiten von start-ups; um Mobilitätslösungen im Kontext von Smart Cities und Smart Regions; um das große Thema „Industrie 4.0“; und um Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Offshore-Windenergie.

Von besonders großer Bedeutung werden aber die beiden zentralen Panels der Veranstaltung sein: auf ihnen wird zum einen hochrangig darüber diskutiert werden, wie DEU und POL die digitale Transformierung der Wirtschaft gemeinsam gestalten können; ein zweites Panel wird untersuchen, welche Möglichkeiten und Herausforderungen für polnische und deutsche Unternehmen in der Bewältigung der vor uns stehenden Energiewende, in Mobilitätskonzepten der Zukunft sowie, ganz konkret, in der Batteriezellenfertigung stecken.

Das Forum geht auf eine Vereinbarung zurück, die Ministerin Emilewicz und Minister Altmaier bei dessen Besuch in Warschau im Herbst letzten Jahres getroffen haben. Ministerin Emilewicz und Botschafter Nikel zeigten sich überzeugt, dass es zahlreiche Impulse für eine weiterhin dynamische und noch intensivere Wirtschaftskooperation zwischen Unternehmen beider Länder geben werde. Ministerin Emilewicz kündigte zudem für 2020 eine Folgeveranstaltung in Warschau an.

nach oben