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Gedenken an den Warschauer Aufstand

Pomnik Powstania Warszawskiego / Denkmal zur Erinnerung an den Warschauer Aufstand

Pomnik Powstania Warszawskiego / Denkmal zur Erinnerung an den Warschauer Aufstand, © picture alliance / dpa

01.08.2018 - Artikel

Am Vorabend des 74. Jahrestags des Warschauer Aufstands wurde mit einer Heiligen Messe und dem Totenappell auf dem Krasiński-Platz der Opfer gedacht.

Am Vorabend des 74. Jahrestags des Ausbruchs des Warschauer Aufstands wurde mit einer Heiligen Messe und dem Totenappell auf dem Krasiński-Platz der Opfer gedacht. Neben Vertretern aus Politik und Gesellschaft sowie Überlebenden des Aufstands hat auch der deutsche Botschafter, Rolf Nikel, an dem Gedenkakt vor dem Denkmal des Aufstandes teilgenommen. Nach feierlichen Ansprachen und Kranzniederlegungen wurde mit einem Konzert unter dem Titel „Sierpniowa miłość“ (Augustliebe) musikalisch des Kampfes gegen die Unterdrückung und für die Freiheit gedacht. Auf Twitter betonte Botschafter Rolf Nikel:

Das Gedenken an den Ausbruch des Warschauer Aufstands #PowstanieWarszawskie #1944pl ist für mich als Botschafter Deutschlands in Warschau @1944pl besonders schmerzhaft. Wir gedenken der Opfer der unaussprechlichen Grausamkeit der Deutschen gegenüber den Polen. #pamiętamy44
Ambasador Nikel składa wieniec pod Pomnikiem Polskiego Państwa Podziemnego i Armii Krajowej/ Kranzniederlegung vor dem Denkmal für den Polnischen Untergrundstaat und die Heimatarmee in Warschau
Ambasador Nikel składa wieniec pod Pomnikiem Polskiego Państwa Podziemnego i Armii Krajowej/ Kranzniederlegung vor dem Denkmal für den Polnischen Untergrundstaat und die Heimatarmee in Warschau© Ambasada Niemiec/ Botschaft Warschau

Am 1. August, dem eigentlichen Jahrestag, folgten Gedenkfeiern in ganz Warschau, u.a. auf dem Friedhof des Warschauer Aufstands in Wola, auf dem Piłsudski-Platz, am Denkmal für den Polnischen Untergrundstaat (Polskie Państwo Podziemne) und die Heimatarmee (Armia Krajowa) und auf dem Hügel des Warschauer Aufstands. Botschafter Nikel hat am Denkmal für den Polnischen Untergrundstaat und die Heimatarmee einen Kranz niedergelegt. Auf Twitter schrieb Botschafter Rolf Nikel:

Mit Trauer und Scham gedenken wir der Opfer der unaussprechlichen deutschen Grausamkeit im Warschauer Aufstand. Wir gedenken des Mutes der Polen, die sich zur Wehr setzten. Als Zeichen des Gedenkens haben alle deutschen Auslandsvertretungen in Polen ihre Flaggen auf Halbmast gesetzt.


W placówkach dyplomatycznych Niemiec w Polsce flagi zostały opuszczone do połowy masztu/ Trauerbeflaggung in den deutschen Vertretungen in Polen
W placówkach dyplomatycznych Niemiec w Polsce flagi zostały opuszczone do połowy masztu/ Trauerbeflaggung in den deutschen Vertretungen in Polen© Ambasada Niemiec/ Botschaft Warschau

Um 17 Uhr – zur Stunde, in der der Aufstand ausbrach – ertönten in ganz Warschau Kirchenglocken und Sirenen. Für eine Minute stand das Leben zur Erinnerung an die Opfer still.

Im Warschauer Aufstand erhob sich die Polnische Heimatarmee gegen die deutschen Truppen im besetzten Warschau. Der Aufstand dauerte 63 Tage und kostete ca. 16.000 Aufständischen und ca. 150.000 – 225.000 Zivilisten das Leben. Nach dem Ende des Aufstands zerstörten deutsche Truppen als Vergeltung systematisch die Stadtteile am westlichen Weichselufer, darunter polnische Archive und Denkmäler von unschätzbarem Wert.

Deutschland steht zu seiner Verantwortung für die grausamen Verbrechen, die an Polen in deutschem Namen und von deutscher Hand verübt wurden.

 

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