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Seminar „Aussöhnung und Erinnerung” – junge Menschen aus dem Westbalkan zu Besuch in Kreisau und Breslau

26.07.2018 - Bildergalerie

Ziel des Projekts ist es, sich Gedanken über den Prozess der deutsch-polnischen Aussöhnung zu machen, die als Inspiration für andere Länder dienen kann, die versuchen trotz einer schwierigen Vergangenheit zu einer Verständigung zurückzufinden.

Am 25. Juli begann die zweite Ausgabe des Seminars für junge Menschen aus dem Westbalkan, Polen und Deutschland, das vom Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Polen, der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Warschau und der Stiftung „Kreisau“ für Europäische Verständigung in Zusammenarbeit mit der Regionalvertretung der Europäischen Kommission organisiert wird. Ziel des Projekts ist es, sich Gedanken über den Prozess der deutsch-polnischen Aussöhnung zu machen, die als Inspiration für andere Länder dienen kann, die versuchen trotz einer schwierigen Vergangenheit zu einer Verständigung zurückzufinden.

In der letzten Juliwoche werden in Kreisau und Breslau zum zweiten Mal 18 Studenten und junge Absolventen aus  Albanien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Kosovo, Mazedonien [1] und Serbien bei uns zu Gast sein. An dem Seminar werden auch sechs junge Menschen aus Deutschland und Polen teilnehmen.

Während der siebentägigen Begegnung werden die Teilnehmer Gelegenheit haben, sich mit der Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen und des Prozesses der Aussöhnung sowie den Erfahrungen des deutsch-polnischen Jugendaustauschs und der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit vertraut zu machen. Das diesjährige Seminarprogramm beinhaltet darüber hinaus eine Besichtigung Kreisaus, des Museums Groß-Rosen auf dem Gelände des ehemaligen deutschen Konzentrationslagers, des Schlesischen Museums zu Görlitz, der Universität Breslau und des Zentrums für Geschichte „Zajezdnia“ in Breslau. Auf einem von der Regionalvertretung der Europäischen Kommission organisierten Treffen werden die Seminarteilnehmer die Möglichkeit haben, sich mit dem Angebot an EU-Programmen für junge Menschen aus den Westbalkanstaaten sowie der Erweiterungsstrategie der EU vertraut zu machen. Den Abschluss des Seminars bildet ein feierlicher Empfang im Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Breslau.

Die Staaten des Westbalkans streben den Beitritt zur EU an; unter ihnen befinden sich Staaten, die bereits Beitrittsverhandlungen führen, d.h. Montenegro und Serbien. Deutschland und Polen engagieren sich im Bereich der Zusammenarbeit mit der „Balkan‑Sechs”, indem sie diese Länder auf dem Weg der europäischen Integration unterstützen, auch mithilfe von regionalen Initiativen wie dem Berlin-Prozess.


[1] Die Bundesrepublik Deutschland hat das Land unter dem Namen „ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien“ anerkannt.







Seminar „Aussöhnung und Erinnerung” – junge Menschen aus dem Westbalkan zu Besuch in Kreisau und Breslau

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