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Alternative Energiequellen und Energieeffizienz

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Traditionelle Energieträger wie Öl und Gas werden zur Deckung des weltweiten Energiebedarfs bis auf weiteres noch unverzichtbar sein.

Traditionelle Energieträger wie Öl und Gas werden zur Deckung des weltweiten Energiebedarfs bis auf weiteres noch unverzichtbar sein. Wegen der Endlichkeit ihrer Vorräte und der von ihnen ausgehenden Umweltbelastungen stellt sich jedoch schon heute immer drängender die Frage nach einer Erhöhung der Energieeffizienz sowie alternativer, insbesondere erneuerbarer Energieressourcen.

Deutschland hat bereits früh in den Ausbau dieses Sektors investiert und nimmt darin daher heute eine internationale Vorreiterrolle ein. Die gilt insbesondere für die Windenergie: Mit großem Abstand vor Spanien, den USA und Indien hat die deutsche Windenergie einen Anteil von 28 Prozent an der globalen Windleistung. Weitere Bereiche sind die Solarenergie, die Wasserkraft, die Geothermie, automatisch gesteuerte Holzpelletheizungen oder etwa die Herstellung von Bioethanol für den Kraftstoffsektor. Sie kommt weiter hin auch bei Produkten zum Ausdruck, die auf die Steigerung der Energieeffizienz zielen, wie etwa Niedrigverbrauchmotoren, Gas-Brennwertkessel oder neue Baumaterial für die Wärmedämmung von Häusern und Wohnungen. Aber auch moderne IT-Technik („Green-IT“) trägt zu Erhöhung der Energieeffizienz bei. Da die meisten Industrieländer sich im Kyoto-Protokoll verpflichtet haben, den Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtverbrauch in den nächsten fünf Jahren auf fünf Prozent des Primärverbrauchs zu steigern, besteht inzwischen weltweit eine große Nachfrage nach deutschen Technologien und Produkte in diesen Bereichen.

Deutschland ist bemüht, durch intensive Forschung seine Vorreiterrolle auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien auch in Zukunft weiter auszubauen. Zu diesem Zweck hat das Bundesforschungsministerium seine finanziellen Hilfen stark ausgebaut. Innovative Projekte sollen unter anderem mit dem neuen Konzept „Grundlagenforschung Energie 2020+“ gefördert werden.

Schwerpunkte der Forschungsförderung sind Projekte:

  • zum effizienten Erzeugen, Umwandeln, Speichern, Nutzen und Transportieren von Energie
  • zu Technologien für die nächste Generation der erneuerbaren Energien
  • zur unterirdischen Speicherung des Klimagases Kohlendioxid
  • zur Fusionsforschung und
  • zur nuklearen Sicherheitsforschung.

Auch an den deutschen Universitäten spielen die Themen alternative Energien und Energieeffizient eine zunehmend größere Rolle. Exemplarisch hierfür sind unter anderem die Studiengänge „Regenerative Energien und Energieeffizienz“ der Universität Kassel und das „Postgraduate Programme Renewable Energy“ der Universität Oldenburg. Beide Masterstudiengänge sind bis jetzt weltweit einzigartig und bieten besonders jungen Leuten eine Möglichkeit, sich auf dem internationalen Markt zu etablieren.

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