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Die deutsch-polnische Aussöhnung

Bundeskanzlerin Angela Merkel und polnischer Ministerpräsident Mateusz Morawiecki

Bundeskanzlerin Angela Merkel und polnischer Ministerpräsident Mateusz Morawiecki, © W. Kompała / KPRM

17.10.2018 - Artikel

Die Tatsache, dass die Beziehungen zwischen Deutschland und Polen auf den Werten der Freundschaft und der gemeinsamen Zusammenarbeit basieren, darf man insbesondere den Anstrengungen in der jüngeren politischen Geschichte verdanken.

Viele Ereignisse haben dazu beigetragen, dass die deutsch-polnische Aussöhnung zu einer deutsch-polnischen Freundschaft geführt hat. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind mittlerweile so stark, dass sie nicht mehr von politischen Akten abhängig sind. Viele deutsche Städte pflegen Städtepartnerschaften mit polnischen Städten und auch insbesondere auf diese Weise ist eine Vielzahl von Regional-, Schul- und Universitätspartnerschaften entstanden.

Die Herausforderungen, welche die Globalisierung mit sich bringt, tragen nur weiter dazu bei, dass Polen und Deutschland noch näher aneinander heranrücken und das gute Verhältnis noch weiter ausbauen. Auch wenn heutzutage noch Differenzen auftreten, so ist das was die beiden Länder eint, viel stärker als das, was sie trennt.

Die erste Phase der Aussöhnung begann bereits im Jahre 1965. Die polnische Bischofskonferenz appellierte an Deutschland mit der Bitte „Wir vergeben und bitten um Vergebung“. Eine Reaktion aus Deutschland hierauf war die „Ostdenkschrift der Evangelischen Kirche Deutschlands“.

In den Jahren 1989/90 demonstrierte Polen den Willen zur Rückkehr zu den liberalen Demokratien Europas. Damit verhalf Polen auch Deutschland aus den Fängen des Kommunismus und somit auf dem Weg zur Wiedervereinigung Deutschlands. Durch den Beitritt zur NATO 1999 und zur EU 2004 näherte sich Polen noch näher an Deutschland an.

Ein weiterer Meilenstein dieser Aussöhnung ist insbesondere der deutsch-polnische Nachbarschaftsvertrag. Dieser wurde am 17. Juni 1991 geschlossen. Er besiegelt die gute Nachbarschaft und die freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern. Die Vorgaben des Vertrages gelten heutzutage größtenteils als übererfüllt, was ein sehr erfreuliches Ergebnis für die beiden Länder darstellt.

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