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"Nachbarinnen in Europa - 1. Weimarer Dreieck der Frauen"

1. Weimarer Dreieck der Frauen

Podiumsdiskussion im Rahmen des 1. Weimarer Dreiecks der Frauen, © GK Danzig

13.07.2018 - Artikel

Am 13.07.2018 fand in der Gdyńska Szkoła Filmowa das 1. Weimarer Dreieck der Frauen statt

Am 13.7.2018 wurde auf Initiative des Auswärtigen Amts, des Generalkonsulats Danzig, der deutsch-polnischen Außenhandelskammer sowie der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit das 1. Weimarer Dreieck der Frauen in Gdynia in der Filmakademie durchgeführt. Weitere Partner waren die französische Botschaft, die polnisch-französische Handelskammer, die Europäische Akademie für Frauen (EAF Berlin), und der Verband Deutscher Unternehmerinnen (VDU).

Vor hundert Jahren, endete der Erste Weltkrieg und die Landkarte Europas wurde neu gezeichnet. Mit der Gründung der Republik Polen und der Weimarer Republik in Deutschland erhielten Frauen in beiden Ländern das lang eingeforderte aktive und passive Wahlrecht, Frankreich folgte 1944. Heute gilt mehr denn je: Demokratie fehlt ohne die Gleichberechtigung von Frauen und Männern das stabile Fundament.

Die Veranstaltung nahm die historischen Jubiläen zum Anlass, um zu fragen: Wo stehen die Frauen heute? Was wurde erreicht in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur? Was bleibt zu tun? Wie können wir den Einfluss von Frauen auf die politische und wirtschaftliche Entwicklung stärken und was können wir, als Nachbarinnen im Herzen Europas, voneinander lernen.

Die Schirmherrin der Veranstaltung, Staatsministerin im Auswärtigen Amt Michelle Müntefering, formulierte in ihrer Videobotschaft zu Beginn der Konferenz unter anderem:

„Dieses neue Format des Weimarer Dreiecks ist daher etwas ganz Besonderes. Ein Forum, in dem die Stimme der Frauen im „crescendo“ an Intensität zunimmt. Diese Stimme sollte auch in Zukunft im Chor der Akteure des Weimarer Dreiecks in „fortissimo“ zu hören sein. Treffen wie heute sollten regelmäßig – nicht nur in Jubiläumsjahren – stattfinden.“

Grußworte für Frankreich überbrachte  die frühere Honorarkonsulin Frankreichs in Danzig Monika Tarnowska, für Polen die Vorsitzende des Sejmik Hanna Zych-Cisoń sowie Vizestadtpräsidentin Katarzyna Gruszecka-Spychała aus Gdynia.

In einem Unternehmerinnentreffen zu Beginn der Veranstaltung wurde die Fortsetzung des Dialoges auch im Hinblick auf den nationalen Frauenkongress und die Festveranstaltung am 26.11.18 im Europejskie Centrum Solidarności vorgeschlagen, wo Forderungen der Frauen im Weimarer Dreieck formuliert und vorgetragen werden sollen.

Im Hauptvortrag ging Dr. Helga Lukoschat, Vorstandsvorsitzende der Europäischen Akademie für Frauen (EAF Berlin), auf die Geschichte des Frauenwahlrechts am Ende des 1. Weltkriegs ein.

Die französische Regisseurin Marie Noëlle, selbst Mathematikerin, brillierte mit ihrem preisgekrönten Film „Marie Skłodowska Curie“, deren Gestalt für viele polnische Frauen heute noch Vorbild, auch mit ihrer  kämpferischen Haltung, ist.

1. Weimarer Dreieck der Frauen
Fotoszene aus dem Trailer „Sie hatten keine Wahl"© GK Danzig

Der Film wurde im Anschluss an eine Podiumsdiskussion gezeigt. Ulrike Dotzer, Redakteurin/ARTE stellte ihre Arbeit zum neuen Dokumentarfilm “Sie hatten keine Wahl" (Frauenpersönlichkeiten während der Sufragettenbewegung) vor, der im Herbst 2018 gezeigt wird. Alicja Gotowczyc von Forum Mentorów AHA EFFECT leistete einen vielseits anerkannten Beitrag zur Effizienz von Mentoring Programmen.

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