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"Doing Business in Germany" - gemeinsame Veranstaltung PAIH und GTAI

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Botschafter Nikel sprach während der Veranstaltung der Polnischen Investitions- und Handelsagentur und der Germany Trade&Invest.

Botschafter Nikel sprach während der gemeinsamen Veranstaltung der Polnischen Investitions- und Handelsagentur (PAIH) und der Germany Trade&Invest (GTAI) „Doing Business in Germany“.

-- es gilt das gesprochene Wort --


Sehr geehrte Unternehmer und Unternehmensvertreter,

ich danke der Polnischen Investitions- und Handelsagentur und der Germany Trade&Invest für die Initiative zu dieser Konferenz. Das Angebot, Optionen für einen Einstieg auf dem deutschen Markt kennenzulernen und mit Unternehmen zu diskutieren, erfreut sich, wie ich an den zahlreichen Teilnehmern sehe, offenbar hoher Beliebtheit.

Polens Wirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt. Sie ist mittlerweile die sechstgrößte Wirtschaftsnation innerhalb der Europäischen Union. In den letzten 25 Jahren ist das Bruttoinlandsprodukt Polens um mehr als das Vierfache gestiegen, der Export hat sich im selben Zeitraum verzehnfacht. 85 % des BIP wird durch die private Wirtschaft erbracht.

Die wirtschaftliche Dynamik Polens findet auch in den deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen einen deutlichen Wiederhall. Im vergangenen Jahr hat unser bilateraler Handel erstmals die 100 Milliarden Grenze überschritten. Für Polen ist Deutschland der größte Handelspartner überhaupt. Für Deutschland steht Polen auf Platz 7 insgesamt, in Mittel- und Osteuropa an Nummer 1.

Im April dieses Jahres hat Polen als Partnerland der Hannover Messe sein wirtschaftliches Potential eindrucksvoll unter Beweis stellen können. Wir hoffen, dass dies der Auftakt zu noch mehr und engerer Kooperation deutscher und polnischer Unternehmen ist.

Von den engen wirtschaftlichen Beziehungen haben unsere Länder gleichermaßen profitiert. Handel und Investitionen haben mehr als 300.000 Arbeitsplätze in Polen geschaffen. Sie bedeuten mehr Wohlstand in den Regionen. Fähigkeiten und Technologie wurden transferiert und der enge Austausch von Erfahrungen und Wissen stimuliert.

Wir freuen uns darüber, dass immer mehr polnische Unternehmer die Chancen eines Engagements in Deutschland nutzen. Orlen-Tankstellen gehören inzwischen ebenso zum Alltag wie Busse von Solaris oder Büromöbel von Nowy Styl. Mehr als 1500 Firmen mit polnischem Kapital sind bereits in Deutschland aktiv. Hinzu kommen zahlreiche Selbstständige im Dienstleistungsbereich und in der Softwarebranche.

2016 hat die deutsch- polnische Handelskammer Warschau zusammen mit der PKO BP und der Kanzlei CMS erstmals eine Umfrage unter polnischen Unternehmern in Deutschland durchgeführt. Es ging um die Frage, was sie bewogen hat, nach Deutschland zu gehen und wie sie den Standort Deutschland einschätzen. Im Ergebnis waren für viele die Qualität der Infrastruktur, die Zahlungsdisziplin der Auftraggeber und die Vorhersehbarkeit der deutschen Wirtschaftspolitik ausschlaggebend.

Ein Standbein in Deutschland öffnet Türen für neue Geschäftsfelder, zu Innovationsnetzwerken und zu neuen Märkten außerhalb der EU. Der Schritt nach Deutschland kann deshalb viel mehr sein als eine Erhöhung des Umsatzes. Ich möchte Sie einladen, diesen Schritt zu wagen. Mit der Deutsch-Polnischen Handelskammer haben Sie in Polen einen Partner, der sie dabei kompetent unterstützen kann.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Warschau, den 12. September 2017

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