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Verleihung des Journalistenpreises für Klimaschutz

13.12.2019 - Rede

Sehr geehrte Damen und Herren,

Der Klimawandel ist weder eine ferne Bedrohung der Zukunft, noch eine Erfindung. Die Ergebnisse der Klimaforschung sind unumstritten: Dass die globale Erwärmung menschengemacht ist, kann heute niemand mehr ernsthaft bezweifeln.

Seine Auswirkungen sind drastisch und bereits heute vielerorts spürbar. Ob Waldbrände, Hochwasser oder bedrohte Arten; Missernten durch  Trocken- und Hitzephasen, überschwemmte Agrarflächen und Siedlungsgebiete.

Der Klimawandel verschärft Konflikte um Boden und Ressourcen. Er trägt zu Fluchtursachen bei und hat damit sicherheitspolitische Relevanz. Es geht also um Krieg und Frieden, um unsere Gesundheit und Ernährungssicherheit.

Viele fragen sich: Wie wird die Welt in 30 Jahren aussehen? Wie am Ende dieses Jahrhunderts? Unter welchen Bedingungen werden unsere Kinder und Enkel aufwachsen?

Genaue Antworten sind schwierig zu finden. Forscher und Wissenschaftler arbeiten aber bereits mit Hochdruck an der Klimafolgenforschung und den  Möglichkeiten der Anpassung. Neue Lösungen können Chancen für Innovation, neue Technologien, neue Arbeitsplätze und neue Wirtschaftszweige sein. Erneuerbare Energien, digitale Lösungen und Elektromobilität sind nur einige Beispiele.

Sehr geehrte Damen und Herren, Der Preis „Dziennikarze dla Klimatu“ wird bereits zum siebten Mal verliehen. Er zeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Umweltjournalistenverband (Klub Publicystów Ochrony Srodowiska) EKOS und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt weiter Früchte trägt.

Die Preisträger und alle Mitbewerber haben erneut bewiesen, welche Rolle der Journalismus bei der Sensibilisierung für das Thema und bei der Bewältigung dieser Zukunftsherausforderung spielt: Ohne Sie Alle, würde uns das nötige Wissen fehlen.

Ihre Recherchen leisten einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung. Sie weisen nicht nur auf die schwerwiegenden Folgen eines unbewussten Umgangs mit den begrenzten, natürlichen Ressourcen hin. Sie machen auch Lösungsansätze und Innovationen bekannt.

Mit Ihren Texten, Filmen, Blogs und Radiobeiträgen regen Sie zum Nachdenken und hoffentlich auch zum Handeln an. Derlei Anstöße braucht es, um Konsumenten und Produzenten, aber auch die Staatengemeinschaft an die Notwendigkeit zu effektivem Klima- und Umweltschutz zu erinnern.

Die internationale Gemeinschaft hat sich im Pariser Klimaabkommen das Ziel gesetzt, den globalen Temperaturanstieg auf 2° C zu begrenzen. Das erscheint heute unter den obwaltenden Umständen schwer erreichbar.

Wir dürfen uns damit aber nicht zufrieden geben. Die EU will – wenn es nach dem Willen der Kommission geht – bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent sein. Wenn dieses erreicht würde, hätte Europa in diesem Prozess eine wichtige Vorreiterrolle mit Signalwirkung für die anderen.

Das Thema Klima hat in der Medienberichterstattung in DEU und POL eine wichtige Bedeutung erlangt. Dass ist Ihr Verdienst, verehrte Journalistinnen und Journalisten. Dass Ihre Bemühungen nicht ohne Erfolg geblieben sind, zeigen die neusten Eurobarometerumfragen zum Thema Klima und Energie. Danach erfreuen sich die Klimaneutralität bis 2050 und das Engagement der EU für eine emissionsarme Energieerzeugung einer breiten gesellschaftlichen Unterstützung.

Daher danke ich Allen, die sich dieser wichtigen Aufgabe annehmen und am „Klimaball“ dran bleiben! Mein Dank und meine Glückwünsche gelten daher allen Journalistinnen und Journalisten, die Beiträge zum Wettbewerb „Dziennikarze dla Klimatu“ eingereicht haben.

Auch danke ich den Organisatoren dieses bedeutsamen Wettbewerbs, EKOS und der Deutschen Bundesstiftung für Umwelt, und der hoch kompetenten Jury. In den vergangenen Jahren konnten wir großartige Beiträge prämieren. Ich bin mir sicher, dass Sie auch dieses Jahr die richtige Wahl getroffen haben.

Ich hoffe sehr auf die Fortsetzung dieses wichtigen Projektes und unserer guten Zusammenarbeit!

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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