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Grußwort für Treffen der AHK Mitgliedsunternehmen mit Ministerin Emilewicz

18.02.2019 - Rede

Sehr geehrte Frau Ministerin Emilewicz,
Sehr geehrte Mitglieder der AHK,
Sehr geehrter Herr Kern,
Sehre geehrte Frau Włodarczyk-Moczkowska,

 

sehr herzlich begrüße ich Sie alle zu der heutigen Veranstaltung der AHK. Ich danke herzlich für die Einladung. Und ich danke besonders Frau Ministerin Emilewicz, dass Sie sich trotz eines straffen Terminkalenders Zeit nimmt für diesen wichtigen Meinungsaustausch nehmen.

Ihre Anwesenheit, Frau Ministerin, ehrt nicht nur die deutsch-polnische Handelskammer und die Botschaft. Sie ist auch Ausdruck der besonderen Bedeutung, die sie den deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen beimessen.

Ihre Bereitschaft, den Anwesenden in den kommenden zwei Stunden für den Austausch zur Verfügung zu stehen, fügt sich gut in eine bereits bestehende Tradition vergangener Jahre ein. Wir alle sind neugierig über Ihre Einschätzung der politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen des Wirtschaftens in deutsch-polnischer, europäischer und globaler Perspektive.

Ich bin überzeugt, dass es sich stets lohnt, wenn Politik und Unternehmer gemeinsam auf das aktuelle Geschäfts- und Investitionsklima blicken und sich über ihre jeweiligen Sichtweisen austauschen. Dies gilt in besonderer Weise auch für die deutsch-polnischen Beziehungen.

Deutschland und Polen gehören gemeinsam zum Europäischen Rechtsraum und zum Binnenmarkt. Der Austausch auf zivilgesellschaftlicher Ebene zum einen und die vielfältigen wirtschaftlichen Beziehungen zum anderen sind die beiden starken tragenden Säulen unserer bilateralen Beziehungen.

Jetzt, am Anfang des laufenden Jahres, ist bereits absehbar, dass wir mit einer Reihe von Unwägbarkeiten werden umgehen müssen: die ungeklärten Bedingungen des Ausscheidens Großbritanniens aus der EU, der drohende Handelskrieg zwischen den USA und China, eine allgemeine Renaissance des Protektionismus und die Anzeichen für ein Abflauen der Weltkonjunktur schaffen Planungsrisiken und belasten dadurch das Unternehmens- und Investitionsklima. Auch die immer drängenderen Klima- und Energiefragen sowie die Abkehr vom Multilateralismus belasten die Stimmung.

Wir können diese Herausforderungen nicht, allein meistern. Ich bin vielmehr der Meinung, dass unsere Antwort  ein entschlossenes „Europe united!“ sein muss. Und das heißt in besonderer Weise Deutschland und Polen gemeinsam.

Die AHK und Sie, meine Damen und Herren, als ihre Mitgliedsunter-nehmen sind das zentrale Bindeglied zwischen den Volkswirtschaften Deutschland und Polen. Gemeinsam haben Sie im vergangenen Jahr einen kumulierten Außenhandelsumsatz von 119 Mrd. EUR erwirtschaftet. Das ist erneut ein knapp 10%iger Anstieg gegenüber dem letzten Jahr. Nicht dass ich persönlich damit irgendetwas zu tun hätte, aber in meiner fünfjährigen Amtszeit in Pol haben sich diese Zahlen um 80% erhöht. Sie werden verstehen, dass ich trotzdem ein wenig stolz darauf bin. Oder sollte ich besser sagen, dass ich stolz auf Sie bin,

Damit wir diese Ergebnisse auch in Zukunft noch erreichen und vielleicht sogar ausbauen können, müssen wir den Boden dafür bereiten: Der Umbau der Energieversorgung, Elektromobilität, Digitalisierung, Industrie 4.0 und künstliche Intelligenz sind Bereiche, in denen wir die wirtschaftliche Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen fortentwickeln können und müssen.

Diese Bereiche werden auch im Mittelpunkt des Deutsch-Polnischen Wirtschaftsforums stehen, das in genau einem Monat in Berlin stattfindet. Es geht zurück auf eine Vereinbarung zwischen Ihnen,  sehr geehrte Frau Ministerin, und Bundesminister Peter Altmaier während der deutsch-polnischen Regierungskonsultationen im November vergangenen Jahres.

Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf den Bedürfnissen von kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Start-ups liegen. Ich weiß, dass beide gastgebende Minister dieser Gruppe ihre besondere Aufmerksamkeit widmen.

Ich lade Sie alle herzlich dazu ein, bei der Deutsch-Polnischen Wirtschaftskonferenz in Berlin dabei zu sein.

Zum Abschluss möchte ich den Organisatoren der dt.-pol. Außenhandelskammer noch einmal herzlich danken. Ich wünsche uns allen nunmehr einen interessanten Meinungsaustausch mit Ihnen, Frau Ministerin.

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