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Runder Tisch zur beruflichen Bildung Warschau

28.11.2018 - Rede

Szanowni Państwo,
Drodzy Goście,

witam wszystkich Państwa bardzo serdecznie w Ambasadzie Niemiec w ramach drugiego Okrągłego Stołu do spraw Kształcenia Zawodowego. Dziękuję, że skorzystali Państwo z mojego zaproszenia. Dziękuję przede wszystkim Polsko-Niemieckiej Izbie Przemysłowo-Handlowej, AHK Polska, za wsparcie w przygotowaniu i przy organizacji tej konferencji.

Prawie dokładnie dwa lata temu Okrągły Stół miał swoją premierę w tym samym miejscu. Dzisiaj cieszę się, że mogę powitać niektórych z Państwa tutaj już po raz drugi. Widocznie nie tylko my uważamy, że temat kształcenia zawodowego jest nadal ważny. Dotyczy to zarówno współpracy polsko-niemieckiej, jak i sukcesu naszych gospodarek narodowych.
Das Thema ist aktueller denn je. Der demografische Wandel führt zu einer sinkenden Anzahl junger Menschen auf dem Arbeitsmarkt.

Die Zahl der Ausbildungsbetriebe – vor allem die kleineren und mittleren Betriebe – nimmt ab; im Zeitraum 2009 bis 2016 von 24 auf 19,8 Prozent. Als Konsequenz wird der Fachkräftemangel steigen.

Steigende zwingende technische und sprachliche Voraussetzungen für Lehrstellen führen im Ergebnis dazu, dass auch die Anzahl der unbesetzten Stellen zuletzt signifikant stieg:

Waren es im Jahr 2010 noch 19.800 fehlende Ausbildungsplätze in Deutschland, so stieg die Zahl bis zum Jahr 2017 auf 49.000 unbesetzte Stellen. Diese Entwicklung ist alarmierend. Sie zwingt zum Handeln.

Der große Bedarf an qualifizierten Fachkräften ist kein nationales Phänomen. In Zeiten der Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der Europäischen Union sind sich viele gut ausgebildete Arbeitnehmer ihres Wertes auf dem europäischen Arbeitsmarkt sehr bewusst.

Sie scheuen sich nicht, über Landesgrenzen hinweg dem besten Angebot zu folgen.

An diesem Vorgehen gibt es nichts zu kritisieren. Ganz im Gegenteil: Die Grundfreiheiten und der freie Binnenmarkt begünstigen die wirtschaftliche Entwicklung der europäischen Wirtschaft. Wir alle profitieren von der Arbeitsmigration, sofern sie im legalen Rahmen stattfindet. Ihre Existenz ist ein zusätzlicher  Ansporn, bei der beruflichen Bildung grenzüberschreitend zusammenzuarbeiten und  Erfahrungen auszutauschen.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

das duale System der Berufsbildung, wie wir es in DEU kennen, stößt weltweit auf großes Interesse. Deutsche Unternehmen haben eine lange und gute Erfahrung mit der Ausbildung junger Menschen. Sie sind in Polen gut präsent und streben auch hier danach, ihren Bedarf an Fachkräften zu sichern.

Die Unternehmen wissen, dass es sich lohnt, in die Ausbildung zu investieren. Sie geben damit ein Vorbild.

In der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer Warschau finden sie hier vor Ort einen starken und zuverlässigen Partner. Das gilt insbesondere für die Kooperation mit polnischen Berufsschulen und Gebietskörperschaften.

Die AHK Polen wurde bereits 1994 gegründet. Sie steht seit fast 25 Jahren deutschen und polnischen Unternehmen zur Seite, wenn diese auf dem jeweils anderen Markt präsent sein oder expandieren wollen.

Ihre Präsenz und ihr Erfahrungsschatz sind von großem Vorteil, zumal in der globalisierten Welt in der sich täglich Veränderungen mit atemberaubender Geschwindigkeit vollziehen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

die weitere Globalisierung und Digitalisierung werden unsere Zukunft bestimmen. Ob wir es wollen oder nicht, werden sie zum Teil schmerzhafte Anpassungsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft erzwingen. Beide Phänomene nehmen fundamental Einfluss auf die Art und Weise, wie wir arbeiten und leben.

Die Weiterentwicklung wird vor der dualen Berufsausbildung kein Halt machen. Aber vor allem die einzigartige Kombination aus Theorie und Praxis macht die berufliche Bildung so variabel.

Berufsbildungsministerin Anja Karliczek bezeichnete diese Kombination kürzlich als „DNA der beruflichen Bildung“ und hob diese zugleich als „Garant mit Erfolgsaussicht“ hervor. Um mit diesen guten Argumenten im Wettbewerb um den Nachwuchs auch gegen die Hochschulen bestehen zu können, bedarf es weiterer Schritte und Transparenz.

So könnten wir zum Beispiel mit einheitlichen Fortbildungsstufen und Berufsbezeichnungen, wie zum Beispiel dem Berufsspezialisten, Berufsbachelor oder Berufsmaster, zukünftig europaweit die Gleichwertigkeit der akademischen und der beruflichen Ausbildung auch sprachlich hervorheben.

Auf dem Weg zur Arbeit von morgen, dürfen wir - bei allem Anpassungsdruck- den Menschen nicht vergessen.

Eine gute Ausbildung, wie wir sie in der dualen Ausbildung haben, kann die junge Generation bei den anstehenden Veränderungen mitnehmen und insbesondere die bestehenden Ängste vor Veränderungen relativieren.

Der heutige Runde Tisch richtet sein Augenmerk vornehmlich auf die Situation der beruflichen Bildung in Polen. Dabei wirft er auch einen Blick auf die kleineren und mittleren Unternehmen im Land.

Insbesondere den kleineren Unternehmen fällt es häufig schwer, die notwendigen Schritte einzuleiten, um den vielfältigen Anforderungen gerecht zu werden.

Und wie bei jedem Runden Tisch so gilt auch heute wieder:
Form und Intensität der weiteren Zusammenarbeit liegt besonders in Ihrer Hand, liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Ambasada jest otwarta na każdą formę dalszej współpracy w tym obszarze. Chętnie udostępniamy nasze doświadczenia zainteresowanym krajom partnerskim. I jesteśmy zawsze otwarci na nowe pomysły.
Okrągły Stół nie ma być oczywiście ekskluzywnym klubem. Wręcz przeciwnie. Co więcej, uważamy się za część sieci, do której serdecznie zapraszamy kolejnych zainteresowanych przedstawicieli polskich instytucji i firm.
Chcemy wspólnie pracować nad tym, aby kształcenie zawodowe rozwijało się też ponad granicami i mogło sprostać wymaganiom, które stawia przed nim przyszłość.

Abschließend möchte ich Ihnen einen fruchtbaren Gedankenaustausch sowie erfolgreiches Netzwerken wünschen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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