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Grußwort des Botschafters zur Eröffnung der 1. Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten polnischer und deutscher Städte

14.09.2018 - Rede

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich begrüße  Sie herzlich zur ersten Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten deutscher und polnischer Städte hier in der deutschen Botschaft Warschau.

Ich freue mich , dass heute Vertreterinnen und Vertreter  deutscher und polnischer Städte über ein wichtiges Thema miteinander diskutieren werden. Ich danke Ihnen, dass Sie so zahlreich erschienen sind und in vielen Fällen eine lange Reise auf sich genommen haben.

Ich danke   den Mitveranstaltern dieser Konferenz, der Stadt Warschau und der Heinrich-Böll-Stiftung in Warschau für die konstruktive Zusammenarbeit und die ideelle und finanzielle Unterstützung bei der Vorbereitung der heutigen Veranstaltung..

Die heutige  Konferenz findet in einem ereignisreichen Jahr statt. In zwei Monaten werden wir dreierwichtiger Ereignisse gedenken– des 100. Jahrestags des Endes des 1. Weltkriegs, der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Polens und der  Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland und Polen. Alle Ereignisse haben  große Bedeutung für unsere Staaten. Nicht zu allen Jubiläen haben wir übereinstimmende Narrative. Aber wir haben zwischen den Staaten Wege gefunden, damit konstruktiv umzugehen.

Daneben feiern wir andere Jahrestage  wie  das dreißigjährige Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Stuttgart und Łódź. Es freut mich sehr, dass wir Vertreterinnen dieser beiden Städte heute unter uns haben. Zwischen zahlreichendeutschen und polnischen Städten bestehen Partnerschaften auf vielen Ebenen. Die meisten Verbindungen existieren in den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Jugendaustausch.

Heute wollen  wir einen Schritt in Richtung Partnerschaft auf der Ebene der Gleichstellungsbeauftragten machen. Wir wollen uns v.a. praktischen Fragen widmen und vergleichen, wie ähnliche Herausforderungen in beiden Staaten  angegangen werden.  Wir bewegen uns auf der Grundlage wegweisender Dokumente wie der Europäischen Charta der Gleichstellung von Frauen und Männern und der Charta der Vielfalt. Sie haben sich heute vorgenommen zu betrachten wie diese Dokumente in die in die tägliche Arbeit einfließen. Das ist eine sehr spannende Frage.

Dabei geht es uns nicht nur um die Gleichstellung von Frau und Mann im engeren Sinn, sondern auch um die Inklusion  besonders empfindlicher Gruppen wie Migranten, religiöse oder sexuelle Minderheiten, ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung. Ziel der Veranstaltung ist es herauszufinden, was eine erfolgreiche Gleichstellungsarbeit ausmacht und „best practices“ zu identifzieren.

Ich freue mich, dass wir dabei nicht nur die Perspektive der großen Metropolen, sondern auch der kleineren Städte berücksichtigen können. In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine spannende und erfolgreiche Veranstaltung.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

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