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Eröffnung des European Centre of Excellence for Civilian Crisis Management (CoE)

21.09.2020 - Artikel
Außenminister Maas bei der Eröffnung des CoE
Außenminister Maas bei der Eröffnung des CoE© Florian Gärtner / Photothek

Am 17. September eröffnete BM Heiko Maas in Berlin das European Centre of Excellence for Civilian Crisis Management (CoE), dessen Gründung im Februar 2020 auf eine Einladung des Auswärtigen Amtes zum Beitritt an alle EU-Mitgliedstaaten zurückgeht. Bisher sind 18 Staaten dieser Einladung gefolgt, u.a. auch Polen.





Hauptaufgabe des CoE wird sein, länderspezifische Erfahrungen (Good Practices) im Bereich der zivilen Krisenbewältigung zu sammeln, zu analysieren, zu strukturieren und diese allen Mitgliedstaaten zugänglich zu machen. Auf der Grundlage dieses Wissens wird das CoE den Mitgliedstaaten, EU-Institutionen - insbesondere dem Europäischen Auswärtigen Dienst - und EU-Missionen maßgeschneiderte Lösungen und fachliche Beratung dahingehend anbieten, welche zivilen Maßnahmen Konflikten entgegengesetzt werden können. Dies wird auch in Koordination und Komplementarität mit präferierten Partnern wie der NATO geschehen.


Das internationale Zentrum wird sich zunächst mit folgenden Schwerpunkten befassen:

  1. Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) und dem Bereich Justiz und Inneres
  2. Beratung der Mitglieder in der Frage, wie die Zahl der entsandten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - insbesondere von Frauen - in EU-Missionen erhöht werden kann
  3. Unterstützung der Mitglieder bei der Gewährleistung der Vorbereitung des Personals auf seine wichtige Arbeit in GSVP-Missionen

Bei der Eröffnung, an der auch Cristina Gallach Figueras, Spanische Staatssekretärin für Auswärtige Angelegenheiten und  Johanna Sumuvuori, Staatssekretärin der Finnischen Außenministerin teilnahmen, erklärte der Bundesaußenminister:

„Alle Krisen in unserer Nachbarschaft haben eines gemeinsam: Dauerhafte Lösungen sind nicht allein mit militärischen Mitteln zu erreichen. Europa muss im zivilen Krisenmanagement stärker werden, als Herzstück der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik.

Dafür schaffen wir in Berlin mit dem Europäischen Kompetenzzentrum ein Aushängeschild und eine Ideenschmiede. Gemeinsam mit unseren Partnern aus EU und NATO wollen wir hier unser Wissen bündeln, wie Konflikte mit zivilen Mitteln entschärft werden können.

Das Europäische Kompetenzzentrum für Ziviles Krisenmanagement ist ein Berliner Haus mit einem europäischen Klingelschild. Bereits 18 Staaten der EU sind Mitglieder geworden und bringen sich mit ihrer Expertise ein, auch NATO-Staaten steht dieses Zentrum offen.“

Gründungsdirektor Volker Jacoby fügte hinzu: „Zivile Krisenbewältigung ist eine wichtige Säule der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik. Mit der Verabschiedung des Zivilen GSVP-Pakts im Jahr 2018 haben zivile Ansätze zur Krisenbewältigung an Dynamik gewonnen. Die Einrichtung des European Centre of Excellence for Civilian Crisis Management ist daher zeitgemäß und logisch.“

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