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Bundespräsident Steinmeier in Warschau

Bundespräsident besucht Polen

05.06.2018, Polen, Warschau: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Andrzej Duda, der polnische Staatspräsidenten, treffen sich im Weißer Saal des Präsidialpalast zu einem Vier-Augen-Gespräch. Im Mittelpunkt der zweitägigen Reise des Bundespräsidenten steht eine Konferenz zum 100. Jahrestag der Wiedererlangung der polnischen Unabhängigkeit. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++, © Jens Büttner/dpa

06.06.2018 - Artikel

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist am Dienstag, den 5. Juni zu einem zweitätigen Besuch in Warschau angekommen. Im Vordergrund des Besuchs steht der 100. Jahrestag der Wiedererlangung der polnischen Unabhängigkeit.

Am 5. und 6. Juni kamen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Frau Büdenbender zu einem zweitätigen Besuch nach Warschau. Zunächst traf der Bundespräsident zu Gesprächen mit dem polnischen Staatspräsidenten Andrzej Duda zusammen. Anschließend eröffneten beide Präsidenten gemeinsam eine Konferenz anlässlich des 100. Jahrestags der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Polens im Warschauer Königsschloss.

Beide Staatsoberhäupter betonten, dass dieses Jubiläum und die Tatsache, dass zum ersten Mal ein deutscher Bundespräsident zu diesem Anlass zu Besuch sei, von besonderer Wichtigkeit sei. Präsident Steinmeier zeigte Dankbarkeit für die Bemühungen Polens um die deutsch-polnische Freundschaft und Versöhnung, die vor dem Hintergrund der Verbrechen der Weltkriege „tatsächlich so etwas wie ein Wunder“ sei.

Die deutsch-polnische Freundschaft drücke sich auch darin aus, dass Polen Deutschland als sehr wichtiger Partner in EU-Fragen zur Seite stehe. Er und Präsident Duda seien sich einig in der Besorgnis, dass in verschiedenen EU-Ländern politische Kräfte lauter werden, die ein antieuropäisches Programm verfolgen. Laut Steinmeier brauche es deswegen ein neues Wir-Gefühl in der EU.

In Gedenken an die polnischen und jüdischen Opfer der deutschen Besatzung während des zweiten Weltkriegs  legte Bundespräsident Steinmeier Kränze sowohl am Denkmal des Warschauer Aufstands als auch am Denkmal der Helden des Warschauer Ghettos nieder.

An seinem zweiten Besuchstag führte der Bundespräsident Gespräche mit Vertretern der deutschen Minderheit in Polen und besuchte im Anschluss das Museum der Geschichte der Polnischen Juden (POLIN), wo er eine Führung vom Museumsdirektor Prof. Dariusz Stola erhielt. Abgerundet wurde die Visite des Bundespräsidenten mit einem Besuch in den Deutsch-Polnischen Gärten, einem Symbol der Freundschaft unserer beiden Länder. Das Projekt wurde im Jahr 2016 anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der deutsch-polnischen Freundschaft ins Leben gerufen. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Präsidenten der Stadt Warschau, Michał Olszewski, pflanzte der Bundespräsident dort eine Säulen-Hainbuche.